Bindungsförderung
In der präventiven Arbeit mit den Eltern erlernen diese, in einen inneren, achtsamen Dialog mit den Botschaften ihres Körpers zu treten. Die oberste Maxime lautet dabei, dass die Eltern ihre Säuglinge nur dort emotional begleiten können, wo sie in einer inneren, „freundlichen“ Verbindung mit ihrem Körper sind. Anhaltende Angst- und Stresszustände schwächen demgegenüber die körperliche Selbstanbindung und, damit einhergehend, auch die elterliche Fähigkeit, die Signale des Säuglings intuitiv zu erspüren und zu beantworten. Besonders starke Ängste und Verunsicherungen erleben viele junge Eltern, wenn sie in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt mit dem Schreien ihres Neugeborenen konfrontiert sind. Hier hilft die EEH den Eltern durch gezielte Gespräche und sanfter Körperarbeit in einen Zustand der inneren Sicherheit und Gelassenheit zurück zu kehren. Auf der Basis dieser zurückgewonnenen Sicherheit ist es den Eltern leichter möglich, die im Weinen verborgenen Botschaften des Säuglings (z. B. das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug) intuitiv zu entschlüsseln und zu beantworten. Indem die Eltern im eigenen Körper inneren Halt und Sicherheit finden, sind sie zudem besser in der Lage, das Schreien des Kindes zu tolerieren und emotional zu begleiten.
